///Blogger abmahnen?

Für Kai stylespion
und Ariane und Matthias White Tapes,
u.a.

Es spricht doch wieder mal für sich. Diese kreativen, ambitionierten Köpfe, diese musikvergötternden Menschen, schreiben über das, was sie lieben. Und werden für soviel Initiative bestraft. Denn nun durchstreift eine Abmahnwelle der Major Labels die deutsche Blogosphäre und ich frage mich insgeheim, ob ich nicht auch mal aus Versehen auf irgendeinen Song aus einem anderen Land verlinkt habe, der hier vielleicht gar nicht verlinkt werden darf; in dem anderen Land aber schon. Aber so eine Frage stelle ich mir nicht, wenn ich sofort mitteilen möchte, dass ich irgendwas ganz ganz toll finde. Dieses Internet ist gar nicht so böse, ihr verschickt Abmahnungen an die Leute, die wirklich noch Musik kaufen wollen und werden. Es wird eben jenen der Wind aus den Segeln genommen, denen die TOP 100 Albumcharts grundsätzlich am Allerwertesten vorbeigehen, denen Kuschelrock 2500 oder The Dome 40.000 mit dem ihr unglaublicherweise unheimlich viel Geld verdient, absolut egal ist. Diese Menschen machen das mit Herzblut, und Dank dieser Menschen wird zumindest die Indie Musikindustrie (hoffentlich) nicht vor die Hunde gehen.

Meine Güte, ich erinnere mich, wie ich früher oft nach der Schule mit dem Bus in einen Plattenladen, etwa 20km meines idyllischen Heimatdorfes, gefahren bin, um mir das zu kaufen, was ich in meiner favorisierten Musikzeitschrift entdeckt habe. Seitdem sind mehr als 12 Jahre vergangen, und unglaublich viel passiert. Mit der Zeit verändern sich aber Dinge, so einfach ist das.

Aber Menschen, die damals Musikbesessen waren, sind es auch heute noch. Und all jene, die immer Wert darauf legten, die aktuelle, ultra angesagte Radioplaylist zu Hause zu haben, laden wahllos Dinge runter und lagern es ungehört auf diversen externen Festplatten und kaufen 1x im Jahr Bravo Hits 32.234. Das hat doch nichts mit Musik oder der Leidenschaft per se zu tun. Das Internet hat vieles geändert, es wurde oft zu spät reagiert - aber die Welt ist noch nicht unter gegangen. Ihr könnt mir gerne eine gewisse Romantik vorwerfen, die Schwarzmalerei bitte kurz mal beiseite und wenn die Welt doch untergehen sollte, dann wenigstens erhobenen Hauptes.

Stay indie don't be a hater heißt dieses Musikblog und bestärkt durch die News der letzten Wochen, werde ich nur noch über Indie Releases schreiben. Und ich sehe es auch nicht mehr ein, meine Indiebrille abzunehmen. Jetzt schon gar nicht.

Soviel zu meinem Standpunkt,
yakyak.

2 Kommentare:

30. September 2009 20:11 166mhz hat gesagt…

ich weiß auch nicht ganz, welche schlüsse ich ziehen soll, blogge ich doch selbst auf 166mhz meist mit copyright belegtes material (obschon lediglich einzelne songs lediglich für einen zeitraum von einer woche) zu promotionalen zwecken. bislang hatte ich noch nie post von rechtinhabern bzw. deren -verwertern. ob sich das in zukunft ändert? mein budget lässt jedenfalls keine abmahnungen zu...

21. Februar 2010 05:55 Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.